Blogsoftware Test

März 18, 2009

Hier mein vorläufiges Testergebnins einiger Blog-Software:

b2 = b2evolution
con = Contenido
LT = LifeType
s9y = Serendipity
TP = Textpattern
WP = WordPressMU

Allgemein:
Die Installation ist bei allen einfach zu bewerkstelligen und dauert keine 5 min. Alles ist gut beschrieben. Selbst wenn man Dateien löschen, ändern oder erstellen muss bereitet das keine Probleme dank ausfürlicher Beschreibung.
Danach kann man sich einloggen und sich die Bedieneroberfläche anschauen. Schnell findet man sich bei Textpattern, LifeType, b2evolution und Serendipity zurecht. Etwas überladen und dadurch unübersichtlich kommt WordPress daher, dem man aber mit einem Drop-Down-Menu-Plugin einigermassen entgegenwirken kann. Contenido ist sehr gewöhnungsbedürftig und erfordert Einarbeitung in die Struktur.
Ausser bei Contenido ist es kein großes Problem, lesbare URL’s einzustellen.
Bei den Plugins Punkten klar b2evolution und WordPress. Beide bieten eine Fülle von Plugins an und auch deren Installation ist überaus einfach. Wobei ich erwähnen muss,  das es bei WordPress für jeden “Pups” ein Plugin gibt bzw. braucht. Für Contenido habe ich keine gefunden und bei den anderen ist die Auswahl nicht so groß, wobei LifeType es einem auch nicht gerade einfach macht die Plugins zu installieren.
Widgetfähig sind b2evolution, Serendipity und WordPress. Bei den Templates (auch Skins oder Themen genannt) hat wieder WordPress die Nase vorn. Klar benannt und mit ensprechender Einarbeitung einfach zu editieren/schreiben. Auch b2evolution kann dabei mithalten. Anders bei LifeType und Textpattern. Die haben ihre eigene Philosophy für Templates, wobei man sich allerdings auch dort hineinarbeiten kann. Ganz schlecht ist das bei Contenido gelöst. Dort beschränkt man sich auf einen internen HTML/css Editor.

Benutzer:
Die Erstellung und Verwaltung von Benutzern (Autoren) ist einfach und übersichtlich. Allerdings geht Contenido auch hier seinen eigenen Weg, was zu Punktabzug führt.
Die Rechtevergabe ist bei LyfeTipe fast Optimal gelöst. Dort kann man ganz genau einstellen, was der einzelene Benutzer darf, und was nicht. Serendipity ist zwar auch gut, hält aber den Vergleich mit LyfeType nicht ganz stand. Bei den anderen ist nur eine vorbestimmte Rollenverteilung vorgesehen und daher nicht das Optimum. Für WordPress gibt es natürlich ein (von mir nicht getestetes) Plugin dafür.

MultiBlogs:
Ausser Serendipity und Textpattern sind alle MultiBlog-Fähig. Allerdings mit Unterschieden in der Einrichtung und Verwaltung. Einrichtung von Subdomains sind bei denen und allerdings auch bei Textpattern kein größeres Problem. Die Einstellung dagegen ist ohne ausführliche Lektüre recht schwierig. Daher auch die schlechte Bewertung bei LifeType. Ich konnte trotz intensiver Suche keine deutsche Anleitung für LifeType finden.

Medien:
Ich habe mich beim Testen der Medienverwaltung auf Bilder beschränkt. Videos, Musikdateien oder sonstige Medien finden hier keine Berücksichtigung.
Der Uplod von Bilder funktioniert bei allen Problemlos. Nur in der Handhabung und Übersicht gibt es unterschiede. So ist es bei b2evolution und Contenido etwas einfacher zu Bedienen als bei den übrigen.
Die Verwaltung der Medien wird aber wieder unterschiedlich gehandhabt. Bei b2evolution, Contenido, LifeType und Serendipity ist es kein Problem, Bilder in eigene Ordner zu legen und auch die Umbenennung und das Verschieben ist möglich. Am übersichtlichsten haben das b2evolution und Contenido gelöst. Auch das uploaden von mehreren Dateien gleichzeitig ist möglich.
Anders jedoch bei Textpattern und WordPress. Diese beiden haben eine feste Ordnerstruktur und lassen einem keinerlei Freiheiten bei der Wahl des Speicherortes. Es gibt zwar für WordPress ein Plugin (schon wieder), welches sich allerdings als extra Menüpunkt anlegt, so das die ursprüngliche Mediathek immer noch vorhanden ist. Da kann man dann mal schnell durcheinader kommen und muss dann erst mal das gesuchte Bild finden. Im Zweifelsfall muss man es erneut hochladen.

Editor
Bis auf b2evolution und Textpattern verfügen alle über einen intregierten WYSIWYG-Editor. Zwar gibt es Editoren zum intregiren, aber Textpattern erweist sich da als äusserst hartnäckig. Auch bei b2evolution ist die integration äusserst mühevoll. Ein Editor lässt sich zwar schnell installieren, aber mit der Zusammenarbeit klappt es nicht so richtig und es muss im Quellcode editiert werden. Nicht gerade eine optimale Lösung.
Contenido hat zwar einen Editor an Bord, welcher sich aber nicht einstellen lässt.
Bei LifeType, Serendipity und WordPress ist ein brauchbarer Editor dabei. Für WordPress gibt es sogar eine Advanced-Version (natürlich als Plugin) mit der man die Schaltflächen-Leiste konfigurien kann. Vorbildlich! Allerdings gibt es auch gleich wieder einen Dämpfer. Die Einstellungen kann nicht nur der Admin, sondern auch der User vornehmen. Böses Faul!
Die Funktionen der Button-Leiste funktionieren bei allen Editoren einwandfrei, solange es um Text geht. Sobald es aber um die Ausrichtung von Bildern geht, bekommen diese Schwierigkeiten. Die Ausrichtung von markiertem Text (links, mitte, rechts, block) klappt, wie es sein soll. Markiere ich jedoch ein Bild und will es ausrichten, wird das Bild bei Rechts- oder Linksausrichtung an die jeweilige Seite “gefloated”. Das heisst, der darunterstehende Text wird neben das Bild verschoben.
Bei LifeType und Serendipity kann man diesen Effekt austricksen, indem man das Bild nicht markiert sondern den Cursor vor das Bild stellt. Bei WordPress funktioniert das nicht. Dort muss man das Bild und den darunterstehen Text markieren und beides ausrichten. Danach nur den Text markieren und wieder zurück-ausrichten. Dann hat man das gewünschte Ergebniss. Etwas zu aufwändig für meinen Geschmack.
Ähnlich sieht es bei einer gewünschten Popup-Funktion für Bilder aus. LifeType und Serendipity haben das einigermassen Benutzerfreundlich umgesetzt. Worpress muss wieder andere Wege gehen. Es gibt zwei Möglichkeiten dafür bei WordPress.
Zu einem gibt es die Variante, erst ein Bild einzufügen und dabei darauf zu achten, das der Link auch zu dem Original Bild führt. Dann muss man das Bild im Editor erneut anklicken, woraufhin zwei Symbole auf dem Bild erscheinen. Nach dem Klick auf das Editor-Symbol kann man in dem dann erscheinden Fenster oben auf den 2. Reiter klicken und dort die Pupup-Funktion aktivieren. Viel umständlicher gehts glaube ich nicht.
Die zweite Variante ist für Programmierer. Und zwar ändert man im Theme alle Dateien, in welchen der Artikel angezeigt wird (index.php, archives.php, single.php usw) und fügt <base target=”_blank”> ein:
<div class=”storycontent”>
        <base target=”_blank”>
 <?php the_content(__(‘(more…)’)); ?>
</div>
Man darf allerding nicht vergessen, anschliessend <base target=”_self”> wieder zu aktivieren, da sonst alle Links ein neues Fenster öffen:
<div class=”feedback”>
        <base target=”_self”>
 <?php wp_link_pages(); ?>
 <?php comments_popup_link(… ?>
</div>
Auch nicht die optimale Lösung, aber bei Worpress nicht anders zu verwirklichen, da es dafür kein Plugin gibt (oh Wunder).

Fazit:
Die optimale Blogsoftware ist unter den Großen nicht zu finden. Jede hat ihre Stärken und Schwächen. Ideal wäre ein Mischung aus b2evoluton (Übersicht, MultiBlog, Medienverwaltung), LifeType (Bedienung, Benutzerverwaltung, Editor) und WordPress (Templates, Widgets). Leider kann man die entsprechenden Module der einzelnen Anbieter nicht zusammenfügen.

b2evolution:
Vorteile:
- Bedienung, Übersicht, Verwaltung, Plugins, Templates, Medienverwaltung
Nachteile:
- Rechtevergabe, WYSIWYG-Editor

Contenido:
Vorteile:
- MultiBlog, Medienverwaltung
Nachteile:
- Überscicht, Bedienung, Verwaltung, Plugins, Widgets, Templates, WYSIWYG-Editor

LifeType:
Vorteile:
- Bedienung, Übrsicht, Verwaltung, Rechtevergabe, Medienverwaltung, WYSIWYG-Editor
Nachteile:
- keine Widgets, Templates, keine Dokomentation (deutsch)

Serendipity:
Vorteile:
- Übersicht, Bedienung, Verwaltung, Plugins, Medienverwaltung, WYSIWYG-Editor
Nachteile:
- Templates, kein Multiblog

Textpattern:
Vorteile:
- Bedienung, Übersicht, Plugins
Nachteile:
- keine Widgets, Templates, kein Multiblog, Medienverwaltung, Editor

WordPress:
Vorteile:
- Verwaltung, Plugins, Widgets, Templates, MultiBlog
Nachteile:
- Übersicht, Bedienung, Medienverwaltung, WYSIWYG-Editor

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